Eine besondere Italienerin stellt sich vor:

Im Altarraum von St. Michael steht - fast unscheinbar im Dunklen - ein besonders wertvolles Musikinstrument: Eine historische Orgel aus Italien. Sie ist weitgehend original erhalten, was bei solchen Instrumenten eher eine Seltenheit ist. 1775 wurde das Instrument von Januarius Severino in Neapel gebaut, 1985 von Rudolf Kubak in Augsburg restauriert und um 1990 von der Fürther Michaelsgemeinde erworben. Über das Leben von Severino ist nichts überliefert. Eine einzige weitere Spur seines Wirkens findet sich in dem Dorf Qrendi im Südwesten der Insel Malta: dort steht in der Pfarrkirche eine von Robert Buhagiar restaurierte Orgel, mit folgender Inschrift über der Tastatur: ›Jan[uari]vs Severino F[ecit] A[nno] D[omini] 1778‹.

Es ist aber nicht nur die Einzigartigkeit, die das Instrument zu etwas Besonderem macht, sondern vor allem auch ihr Klang: Im Verhältnis zu ihrer Größe reichhaltig mit Registern ausgestattet, bietet sie ganz unterschiedliche Klangfarben, die in der hervorragenden Akustik von St. Michael warm und voll zur Geltung kommen. So eignet sie sich sehr gut sowohl zur Präsentation von Orgelsololiteratur als auch zur Begleitung von Chor, Sologesang und Instrumenten. Auf all diesen Gebieten wird sie zur Freude aller, wann immer es möglich ist, gespielt.

Seit kurzem ist es sogar möglich, sich den schönen Klang in all seiner Vielfalt auf CD nach hause zu holen.