Kirchenmusik

Vater unser - ein Brückenbau-Bürgertheaterprojekt
Uraufführung am 29. Juni 2017

Religion hat seit jeher versucht, Antworten auf die drängendsten Fragen der menschlichen Existenz zu finden, war aber auch immer wieder Vorwand und Auslöser grauenvoller Verbrechen an der Menschheit; religiöser Fanatismus wurde nicht selten dazu benutzt, Machtinteressen durchzusetzen. Spätestens seit Kants Aufklärungs-Gedanken und seinem kategorischen Imperativ schien zumindest in Europa Religion als trennender gesellschaftlicher Faktor überwunden. Zurzeit müssen wir jedoch erneut die bittere Erfahrung machen, dass radikale Kräfte in allen drei Weltreligionen versuchen, das sogenannte Andersartige wieder auszugrenzen.
Dass wir dadurch aber auch einen Teil von uns ausgrenzen, begreifen die wenigsten. Denn Judentum, Christentum und der Islam haben einen gemeinsamen ‚Vater’: Abraham. Im Bürgerbühnen-Projekt „Vater unser“ geht die Schauspiel-Werkstatt unter Leitung von Michaela Domes gemeinsam mit der Sing-Werkstatt von Ingeborg Schilffarth den gemeinsamen Wurzeln, aber auch den trennenden Komponenten der Religionen auf den Grund, um sie zu erkennen, zu benennen und dennoch das Verbindende zu erkunden. Denn der Mensch in seiner ganzen Evolutionsgeschichte ist nicht nur ein religiös ausgerichtetes, sondern auch ein Empathie empfindendes Wesen. Frans de Waal, ein niederländischer Zoologe und Verhaltensforscher, behauptet sogar: „Empathie für andere Völker ist der Rohstoff, den die Welt noch dringender braucht als Öl!“
Künstlerische Leitung: Michaela Domes und Ingeborg Schilffarth
Teilnehmer(innen) der Theaterwerkstätten Schauspiel und Singen

Uraufführung: Donnerstag, 29.6., 20.00 Uhr
Weitere Aufführungen: Freitag, 30.6. , 20.00 und Sonntag, 2.7., 17.00
Kirche St. Michael
Eintritt: 15.-
Vorverkauf an allen Verkaufsstellen des Stadttheaters und Abendkasse
Freie Platzwahl, Einlass ab 19.30

Weitere Informationen und Kartenbestellung: www.stadttheater.fuerth.de